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Zukunft schon heute: Wissenschaftler erforschen das „hacken“ von Träumen

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© MIT, Oscar Rosello
Können wir in naher Zukunft unsere Träume beeinflussen und sogar steuern? Dies erforschen zurzeit MIT-Wissenschaftler und können bereits erste Erfolge vorweisen.

Der Science-Fiction-Thriller Inception dürfte vielen Fans des Genres ein Begriff sein. Dank moderner Technik ist es hier in naher Zukunft möglich, Träume zu beeinflussen und sogar in das Unterbewusstsein der Menschen einzudringen. Ein wahrer Meisterdieb auf diesem Gebiet ist Dom Cobb, gespielt vom begnadeten Schauspieler Leonardo DiCaprio.

In unserer Zeit möchten Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology nun Pioniere auf diesem Gebiet werden und erforschen seit einiger Zeit die Beeinflussung (das hacken) von Träumen.

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Können wir eines Tages unsere Träume beeinflussen?

Neben Filmen wie Inception wird die Beeinflussung des Geistes auch im Sci-Fi-Rollenspiel Cyberpunk 2077 aufgegriffen. Hier können Anwender mit der sogenannten Braindance-Technologie Erinnerungen anderer Menschen hautnah miterleben oder gar in selbst erstellte Szenarien schlüpfen.

Forscher des amerikanischen MIT-Instituts möchten nun genau auf diesem bisher gänzlich unerforschte Gebiet tätig werden und widmen sich der Forschung von Träumen und deren Beeinflussbarkeit. Sie arbeiten bereits an Methoden und Geräten, um Träume aktiv beeinflussen zu können. Sie sind der Annahme, dass das Träumen aktiv die Verarbeitung von Erinnerungen und Emotionen unterstützt und möchten hieran anknüpfen.

Ein kleines Team von MIT-Forschern untersucht mittlerweile seit fast drei Jahren im sogenannten Dream Lab diese Thematik und erforscht, wie aktiv in die Träume der Menschen eingegriffen werden kann. Hierzu haben sie mit dem Dormio bereits ein entsprechendes Gerät entwickelt. Das spezielle Armband verfügt über Sensoren um beispielsweise den Blutdruck oder den Muskeltonus zu messen. Damit lässt sich bestimmen, in welcher Schlafphase sich der Anwender gerade befindet.

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Achtung: Tiger voraus!

Tritt der Anwender in die Einschlafphase ein, beginnt das Dormio mit dem Abspielen bestimmter Audiosignale, welche über Lautsprecher übermittelt werden. Die Forscher gaben an, dass in Versuchen mit rund 50 Testpersonen diese Methode Einwirkungen auf die Träume zeigte. In einem Testdurchlauf wurde etwa das Wort „Tiger“ über die Lautsprecher übermittelt. Die getesteten Personen gaben nach dem Erwachen an, dass auch ein Tiger in ihren Träumen auftauchte.

Die Hard- sowie Software zu Dormio ist als Open-Source freigegeben. Das soll die globale Erforschung des Themas ermöglichen und das Projekt somit schneller voran bringen. Die Harvard-Forscherin Deirdre Barrett etwa erforscht den Einfluss der Träume auf die Kreativität der Menschen und die Forscher des Dream Labs möchten diese zusätzlich mit Gerüchen beeinflussen.

Wir sind jedenfalls ziemlich gespannt darauf, welche Erkenntnisse aus der Forschung gewonnen werden kann und ob wir uns damit eines Tages in die wildesten Traumabenteuer stürzen können.

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Quelle 1

Quelle 2